Monatsarchiv für August 2008

 
 

Lügen unter dem Deckmantel der Religionskritik

Bei Stefan Niggemeier steht wieder mal ein interessantes Beispiel dafür, wie am Feindbild Islam gestrickt wird. Diesmal geht es um Udo Ulfkotte, einen so genannten “Experten für Terror und Islamismus” (Fachbereich II – Medienwissenschaft – Universität Trier).
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Touristen in Neukölln

Eben ist mir auf dem Wochenmarkt am Maybachufer eine Stadtführung von Statt Reisen über den Weg gelaufen. Ja, ich weiß, Statt Reisen ist ganz okay. Aber trotzdem: Touristen in Neukölln. Bitte. Und echte Touristen, keine Checker auf dem Weg zur neuesten Kaffeebude. Mit Kamera und Stadtführer. Eigentlich schön, dass sich jemand für Neukölln jenseits von Rütlischule und Kneipenszene interessiert. Aber ich fürchte, solche Stadtführungen ähneln eher Safaris. “Guck mal, Mutti, was für ein großes Kopftuch die Frau da hat!” “Papa, warum hat der Mann mit der Flasche so eine rote Nase?”

Mit der Z-Jolle auf der Unterhavel

Gestern war ein guter Tag. Besonders zum Segeln, verbunden mit Recherche für eine Doppelseite über einen Eigner und sein Boot. In diesem Fall ging es um eine Z-Jolle von 1932. Diese Rennjollen sind ebenso schnell wie schön. Leider gibt es im Raum Berlin im Moment nur eine davon. Und diese zieht einige Aufmerksamkeit auf sich. Mitten im Segeln kam ein Motorboot längsseits und wedelte mit Briefumschlägen. Einladungen zu einer Oldtimerausstellung in der Marina Lanke. Ein persönlicher Briefträger zu Wasser – das habe ich auch noch nicht erlebt.

Homepage der Z-Jollen

Großmacht Russland back on stage

Treffend nüchtern, aber im Endeffekt beängstigend analysiert der Thinktank stratfor.com den Krieg im Kaukasus aus US-amerikanischer Sicht. Nach Stratfor-Chef George Friedman ist er vor allem als eine Demonstration der russischen Regierung zu verstehen, mit der sie ihren wiedererlangten Großmachtstatus zeigt. Interessant an Friedmans Analyse sind vor allem zwei Entwicklungen, die er als Voraussetzungen ansieht.
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Jenseits von Solschenizyn

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn ist nach seinem Tod endgültig zum Mythos geworden. Deutlich wird das zum Beispiel durch die Überschrift des Nachrufs von Boris Chasanow, den die “Berliner Zeitung” druckte. “Er selbst war eine ganze Epoche”, schrieb Chasanow über die Bedeutung Solschenizyns für die literarische Verarbeitung des stalinistischen Lagersystems.
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