Die letzten Tage auf dem Wasser

Als ich vorhin beim Kochen aus dem Fenster gesehen habe, flogen die Tropfen fast waagerecht durch die Luft. Dicke Tropfen. Laut Wetterdienst weht der Wind mit 8 bis 9 Beaufort durch Berlin. In der Marina Lanke heute morgen war es auch schon recht frisch und feucht.

Das wäre nicht weiter schlimm, wenn wir Mitte April hätten und Aussicht auf eine lange Segelsaison. Aber wir haben heute den 1. Oktober und das komische Wetter kündigt nicht das Ende des Frühjahrs an, sondern den Anfang des Herbstes. Und der meint es wohl ernst. Schon seit ein paar Tagen liegen überall gelbe Blätter herum.

Kommt ganz schön abrupt, dieser Herbst. Am Freitag fühlte sich das Segeln noch richtig sommerlich an. Tagsüber blaute der Himmel und abends herrschte die übliche Flaute. Jetzt bleiben nur noch wenige Tage auf dem Wasser, und dann werden die Stege ähnlich gerupft aussehen wie die Bäume.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Die letzten Tage auf dem Wasser”

  1. Ole Ehlert
    1. November 2008 um 04:19

    Moin, Herr Augen-Maas. Long time no see…bin aus Langeweile auf deinen Blog gestoßen. Schon eine andere Karriere als Bootsbauer. Aber bestimmt angenehmer,als sich von Gerd durch die kalte Halle scheuchen zu lassen. Schönen Gruß von Zeitlupen-Ehlert.

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