Technik, die begeistert
Das abgedroschenste Klischee über den America’s Cup besagt, er sei die Formel 1 des Segelsports. Wäre das wahr, wäre er ebenso überflüssig. Es stimmt aber nicht ganz.
Zwar hat der America’s Cup mit dem Alltag des Durchschnittsseglers ungefähr so viel zu tun wie die Formel 1 mit dem Alltag eines Berufspendlers. Und ähnlich wie bei der Formel 1 kann man sich auch beim America’s Cup fragen, ob die Millionen, die dort verbrannt werden, nicht für sinnvollere Dinge ausgegeben werden könnten.
Aber anders als in der Formel 1 führen die absurden Investitionen in den America’s Cup hin und wieder zu echt spannenden Entwicklungen. Gestern stellte das Herausforderer-Team BMW Oracle Racing vor San Diego ein neuartiges Flügelsegel für seinen Trimaran vor, das im eigentlichen Sinn gar kein Segel mehr ist, sondern eine Tragfläche. Heißer Scheiß.
Vielleicht lassen sich ähnliche Tragflächen in Zukunft in der Berufsschifffahrt einsetzen. Dort wird schon seit einiger Zeit mit modernen Formen des Vortriebs durch Windkraft experimentiert. Der Bundesverband Windenergie zeigt eine kleine Übersicht von Windschiffen im Internet. Auch die Motoren unterstützenden Skysails sind schon im Einsatz.

