Artikel der Kategorie ‘Kultur‘

 
 

Die Bedeutung des Bartschattens

Auf dem Altarbild kündigt der Erzengel Gabriel Maria an, dass sie Jesus zur Welt bringen wird. Dargestellt ist diese biblische Szene mitten in einer bürgerlichen Küche. Das Flügelbild rechts davon täuscht den Blick auf einen spätmittelalterlichen Marktplatz vor. Auch nach fast 600 Jahren leuchten die Farben noch und die Figuren scheinen beinahe zu leben.
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Ein Film über die Erinnerung

Am Sonnabend hat Martin Keßler seinen neuen Dokumentarfilm im Kino Babylon in Berlin-Mitte vorgestellt. Es handelt sich um “Das Schloss-KZ”, den zweiten Teil seines laufenden Filmprojekts “Ernesto alias Ernst” über den jüdischen antifaschistischen Widerstandskämpfer Ernesto Kroch.
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Jenseits von Solschenizyn

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn ist nach seinem Tod endgültig zum Mythos geworden. Deutlich wird das zum Beispiel durch die Überschrift des Nachrufs von Boris Chasanow, den die “Berliner Zeitung” druckte. “Er selbst war eine ganze Epoche”, schrieb Chasanow über die Bedeutung Solschenizyns für die literarische Verarbeitung des stalinistischen Lagersystems.
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Songwriting als Therapie

Seine Beziehung war am Ende, sein Plattenvertrag geplatzt. Nun erscheint das Debut doch, und der 25-jährige Jamie Scott kann sich seinen Frust von der Seele singen.

FOCUS Online: Ihr Debütalbum heißt „Park Bench Theories“. Was sind Parkbanktheorien?

Jamie Scott: Der Titel bedeutet zweierlei. Auf Parkbänken steht immer viel eingeritzt. Auf Parkbänken passiert viel Verschiedenes. Menschen trennen sich, Menschen haben Sex, Menschen streiten sich. Der Titel signalisiert also eine emotionale Geschichte. Außerdem ist Parkbanktheorie schon lange meine persönliche Metapher für Missverständnis. Ich meine damit zwei Menschen, die sich über den Weg laufen und auf eine Parkbank setzen, um miteinander zu reden. Danach gehen sie wieder ihrer Wege und haben völlig unterschiedliche Ansichten darüber, worüber sie gerade gesprochen haben.
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Musik ohne Grenzen

Manu Chao ist der Popstar der Globalisierungskritik. Auf seinem neuen Album wirft der spanischstämmige Franzose Musikstile aus aller Welt durcheinander.

Er sprengt die Ordnung der CD-Regale. Er spielt Reggae und Ska ebenso wie Punk und wirft mit Samples um sich wie ein Hiphopper. Er singt in Spanisch, Französisch, Englisch, manchmal auch Arabisch und anderen Sprachen – oft in einem einzigen Song. Manu Chao entwickelt mit seinem dritten Album den schillernden Sound der Vorgänger „Clandestino“ und „Próxima Estación: Esperanza“ weiter.
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