Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Jeder sieht sie gerne – die Großsegler aus aller Welt, Reminiszenz an längst vergangene Zeiten. Aber wer kennt die Kehrseite der Medaille? Wer weiß, dass die Crews alle Jahre wieder ums Überleben der Schiffe kämpfen? Wie z.B. auf dem russischen Vollschiff „Mir“, das die letzten Monate in Hamburg verbrachte.
In der dunklen Achterkajüte wabert der Duft von Holz und starkem russischem Tee. Heimelig, fast romantisch die Stimmung. Jedenfalls solange man nicht durch die kleinen Bullaugen nach draußen schaut. Legendäres Hamburger Schmuddelwetter. Nur ein paar unerschütterliche Spaziergänger mischen sich unter die Hafenarbeiter in ihren orangeroten Overalls. Fast scheint es, als beleuchteten sie die Überseebrücke. Jenseits der Elbe ragen wie gichtige Finger die Kräne von Blohm und Voss in den Himmel.
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