Guerilla-Fußball
Unterhaltsamer als die meisten WM-Spiele bisher. Und der Soundtrack ist auch besser als Autokorso oder Vuvuzela.
Unterhaltsamer als die meisten WM-Spiele bisher. Und der Soundtrack ist auch besser als Autokorso oder Vuvuzela.
Eltern werden das hier lustig finden. Mindestens die erste Hälfte. Dann lässt er etwas nach und wird vorhersehbar:
Neulich wollte ich in dem Kinderklamottenladen am Weichselplatz noch nach einer Mütze gucken. War aber zu. Jetzt sind die Rolläden davor dauergeschlossen und ein Schild sucht nach neuen Mietern für den kleinen Laden. So einfach scheint das doch nicht zu sein mit der Prenzlauerbergisierung Neuköllns. Ein paar neue Kneipen und Galerien machen eben noch lange keinen Aufschwung.
Die Berliner Zeitung schreibt unter dem Titel “Die Weiße Rose Berlins” über eine Gedenkaktion anlässlich des 67. Jahrestags der Hinrichtung von Mitgliedern der Widerstandsgruppe um Herbert Baum: “Es wird Zeit, dass das heutige Berlin offiziell an die Gruppe erinnert, die als ‘Weiße Rose’ Berlins gelten könnte.” In der Tat. Außer einer 2001 angebrachten Texttafel, die einen zu DDR-Zeiten gesetzten Gedenkstein ergänzt, ist nicht viel passiert. Die Gruppe wurde immer gerne ignoriert, weil einige Kommunisten darunter waren und ihr Andenken in der DDR recht lebendig gehalten wurde. Aber 20 Jahre nach dem Fall der Mauer könnten die Berührungsängste langsam mal überwunden werden. Einem rot-roten Senat sollte das doch leicht fallen.
Etwas Hintergrund zu dem Thema steht auf der Seite “Zur Person”.
Das abgedroschenste Klischee über den America’s Cup besagt, er sei die Formel 1 des Segelsports. Wäre das wahr, wäre er ebenso überflüssig. Es stimmt aber nicht ganz.
Zwar hat der America’s Cup mit dem Alltag des Durchschnittsseglers ungefähr so viel zu tun wie die Formel 1 mit dem Alltag eines Berufspendlers. Und ähnlich wie bei der Formel 1 kann man sich auch beim America’s Cup fragen, ob die Millionen, die dort verbrannt werden, nicht für sinnvollere Dinge ausgegeben werden könnten.
Aber anders als in der Formel 1 führen die absurden Investitionen in den America’s Cup hin und wieder zu echt spannenden Entwicklungen. Gestern stellte das Herausforderer-Team BMW Oracle Racing vor San Diego ein neuartiges Flügelsegel für seinen Trimaran vor, das im eigentlichen Sinn gar kein Segel mehr ist, sondern eine Tragfläche. Heißer Scheiß.
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