Neulich in der Haubachstraße

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Jeder sieht sie gerne – die Großsegler aus aller Welt, Reminiszenz an längst vergangene Zeiten. Aber wer kennt die Kehrseite der Medaille? Wer weiß, dass die Crews alle Jahre wieder ums Überleben der Schiffe kämpfen? Wie z.B. auf dem russischen Vollschiff „Mir“, das die letzten Monate in Hamburg verbrachte.

In der dunklen Achterkajüte wabert der Duft von Holz und starkem russischem Tee. Heimelig, fast romantisch die Stimmung. Jedenfalls solange man nicht durch die kleinen Bullaugen nach draußen schaut. Legendäres Hamburger Schmuddelwetter. Nur ein paar unerschütterliche Spaziergänger mischen sich unter die Hafenarbeiter in ihren orangeroten Overalls. Fast scheint es, als beleuchteten sie die Überseebrücke. Jenseits der Elbe ragen wie gichtige Finger die Kräne von Blohm und Voss in den Himmel.
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Dory, Dory, Hallelujah

Was in den USA längst gang und gäbe ist, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Bootsbauseminare für Laien. Eine kleine Werft in Hamburg-Harburg hat sich daran gewagt, einem zusammengewürfelten Haufen von Seglern ihre Kniffe beizubringen.

Grüne Mappen liegen auf dem Holztisch in der Frühstücksbude, in der Gorch von Blomberg, Chef von Ecoboot, seine Gäste begrüßt. Im Hintergrund blubbert eine Kaffeemaschine. Grundlagen der Holzverarbeitung heißt ein Kapitel, in einem anderen werden Werkzeuge vorgestellt: Hirnholzhobel, Ziehklinge, Schleifbock. Um den Tisch sitzen vier Männer, die hoffen, dass ihnen diese Dinge nach zehn Tagen weniger fremd sein werden.
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